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Aller Zeitung 7.8.2008
Zeltend die Freundschaft pflegen
Zelten? Die meisten Rentner winken beim Gedanken an Pritschen, Schlafsack und Mücken wohl dankend ab und überlassen der Jugend den Vortritt. Nicht so die Feuerwehr-Senioren aus Triangel und Röbel an der Müritz. Sie treffen sich jährlich zum Zeltlager – ihre Art, die seit 1990 bestehende Partnerschaft der beiden Feuerwehren zu pflegen.
"Wir haben uns kurz nach der Grenzeröffung gefunden", erinnert sich der Triangler Ortsbrandmeister Steffen Albrecht. Im Jahr der Wiedervereinigung besiegelten dann auch die beiden Ortswehren ihre bis heute "sehr lebendige" Partnerschaft. Nachwuchs, Aktive und Senioren besuchen sich regelmäßig. Und bei solcher Gelegenheit kam auch die Idee zum Zelten der Senioren auf: "Die Aktiven haben es vorgemacht. Und was die können, können wir schon lange", sagt Gerhard Probst, Sprecher der Altersabteilung Triangel. Sein Röbeler Amtskollege Eckhard Ferrarius ist seit mehr als 50 Jahre in der Feuerwehr und hat schon so manches erlebt. "Aber dass wir zusammen zelten, kauft uns kaum jemand ab. Egal, wohin wir kommen." Verwundert sind die beiden Feuerwehrsenioren darüber nicht: ,Wir sind ja alle keine 20 mehr", sagen sie . Zur Altersabteilung zählt, wer mindestens 62 Jahre alt ist. 14 Triangler und Röbeler Zeltkameraden sind aber Älter. Am Wochenende trafen sie sich immerhin zum zehnten Mal mit Schlafsack und Mückenspray. Der Gastgeber stellt jeweils das Programm für dreitägige Treffen zusammen. Diesmal besichtigten die Senioren das Spanplattenwerk und gingen Kegeln, im Vorjahr besuchten sie das Meeresmuseum in Stralsund. Für die Verpflegung sorgten sie Senioren am vergangenen Wochenende selbst, den Zeltplatz und die sanitären Anlagen stellte die Firma Karolack kostenlos zur Verfügung.
Die Röbeler Senioren bedanken sich herzlich die die schöne Zeit.
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