| Atemschutzgeräteträger |
Als Atemschutzgeräteträger (AGT) bezeichnet man Personen, die in der Lage sind sowohl medizinisch als auch ausbildungsmäßig ein Atemschutzgerät zu tragen.
Aus medizinischer Sicht muss ein Atemschutzgeräteträger vor allem eine gute Lungenfunktion haben. Er darf aber auch nicht an Raumangst leiden und muss auch unter Stress besonnen handeln können. Diese Bedingungen sind notwendig, wenn jemand aus beruflichen Gründen mit Atemschutzgeräten arbeiten muss, beispielsweise Schweißer, die in einem Tank arbeiten müssen. Besonders anstrengend sind naturgemäß Tätigkeiten, wie sie bei der Feuerwehr anfallen.
Üblicherweise gehen Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr nur truppweise zu zweit oder zu dritt vor, so dass einer den anderen unterstützen kann, falls es zu Problemen in dem Gefahrenbereich kommt. Bei der Feuerwehr ist grundsätzlich die Bereitstellung eines zusätzlichen Sicherheitstrupps für jede Einsatzstelle vorgeschrieben. Werden verschiedenen Einsatzabschnitte gebildet, z.B. an unübersichtlichen Einsatzstellen, so muss für jeden Abschnitt ein Sicherungstrupp gestellt werden.Sind die Arbeiten und Einsatzstellen übersichtlich, kann unter Umständen auf den Sicherungstrupp verzichtet werden
Der Atemschutzgeräteträger hat die Ausbildung für das Tragen von Pressluftatmern, sowie den Leistungstest erfolgreich absolviert und ist nun berechtigt unter umluftunabhängigen Atemschutz sowie in Chemikalienschutzanzügen (CSA nach extra Einweisung) im Einsatz vorzugehen. AGTs werden überall dort eingesetzt, wo die Luft wegen Sauerstoffmangels oder enthaltenen Atemgiften nicht atembar ist, z.B. beim Innenangriff oder bei Gefahrstoffunfällen.
Ein relativ neuer Bestandteil eines Atemschutzeinsatzes ist die Vorschrift zur Atemschutzüberwachung die zum Ziel hat, eine höhere Sicherheit zu schaffen.
Eine Totmanneinrichtung wird inzwischen vielerorts eingesetzt. Der Totmann reagiert auf Bewegungen eines Feuerwehrmannes. Bleibt dieser für längere Zeit regunglos, wird ein lauter Alarm gegeben. Optimal haben einige Geräte auch Temperatursensoren integriert.
Ebenso ist der Einsatz von Flammschutzhauben über dem Atemanschluss anzuraten. Im Fall einer plötzlichen Flammeneinwirkung (Flashover) schützen diese kurzzeitig das Gesicht. Die Kosten für eine mehrlagige Flammschutzhaube sind durchaus bezahlbar.
Quelle: Wikipedia
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